St. Lukas, Fulda

Pastoraler Ort - Montessori Kinderhaus Sankt Lukas

Wenn man die Bezeichnung „Pastoraler Ort“ hört, denkt man zunächst an die Kirche. In dem Prozess „Zusammen wachsen Bistum Fulda 2030“ wird ein Pastoraler Ort nicht nur als räumlicher Ort verstanden, sondern auch als eine Gemeinschaft die außerhalb der Kirche ihren Glauben lebt. Dazu gehört auch unser Montessori Kinderhaus Sankt Lukas. Eine Gemeinschaft von 75 Kindern mit ihren Familien und dem pädagogischen und hauswirtschaftlichen Personal. Hier machen die Kinder Gemeinschaftserfahrungen mit den anderen Kindern, mit ihren Erzieherinnen, mit den Eltern, mit Gott, der Kirche und der Gemeinde.


Während unserer momentanen kirchlichen Qualifizierungsmaßnahme konnte ich Ende letzten Jahres einen Vortrag von Prof. Dr. Pompey, Direktor em. des Instituts für Caritaswissenschaft und christliche Sozialarbeit der Universität Freiburg über „Werteorientiertes Qualitätsmanagement als Option caritativer Qualität“ anhören. Dieser Vortrag war so gut, dass ich hier ein bisschen davon berichten möchte.


In seinen Ausführungen verdeutlichte er den Zusammenhang des Sendungsauftrages der Pfarrei und der Qualität der christlichen Kindergartenpädagogik. Prof. Dr. Pompey sprach von der Zugehörigkeit von Kitas zum pastoralen Kerngeschäft einer Gemeinde. In Kindergärten werden Beziehungskompetenzen vermittelt und sie sind somit ein wichtiger Baustein der sozialen Qualität eines Lebensraumes, besonders auch in unserem Stadtteil. Ein bedeutungsvoller Gegenpol zu den negativen Gegebenheiten unserer heutigen Gesellschaft, in der davon gesprochen wird, dass jedes fünfte Kind psychisch auffällig ist. Mehr als 83 % dieser Kinder bleiben, laut einer Studie, unbehandelt. Es hat sich gezeigt, dass positive Erziehungserfahrungen, wie sie in psychosozial qualitativ guten Kindergärten geleistet werden, die seelische Widerstandskraft der Kinder stärkt. Christliche Kindergärten wirken zudem der religiösen Entfremdung entgegen. Auch unser Montessori Kinderhaus stellt die Verbindung unserer Kinder und deren Familien mit der Kirche her. Regelmäßig gestalten die Erzieherinnen Andachten entsprechend den Anlässen des kirchlichen Jahreskreises, zu denen auch die Eltern eingeladen sind.


Prof. Dr. Pompey bezeichnet die christlichen Kindergärten als caritatives Salz in der Gesellschaft, in denen Kinder, die schwierigen Lebensumständen ausgesetzt sind, wieder gesunden können. Der Kindergarten schafft hier einen Ausgleich. Psychosoziale Faktoren, wie Problemlösungen finden, Gelassenheit, Selbst- und Fremdwahrnehmung, soziale Kompetenzen, Empathie, Mut und Lebensmotivation werden vermittelt. Das Kind reift zu einer Persönlichkeit und wird gestärkt für die kommenden Herausforderungen in seinem Leben. In einem katholischen Kindergarten werden die fachpädagogischen Qualitätsziele, also der inhaltliche Aspekt und die christlichen humanen Ziele, der Beziehungsaspekt, zusammengeführt. Diese bilden eine Einheit und finden sich in unserem Leitbild wider. Dies bestimmt die Qualität unserer Einrichtung.

LEITBILD

Montessori Kinderhaus Sankt Lukas

In unserem Montessori Kinderhaus ist das tägliche Geschehen durch den liebevollen, respektvollen und toleranten Umgang miteinander geprägt. 


Die christlich–katholischen Grundwerte und der soziale Umgang miteinander stehen im Mittelpunkt. 


Die Kinder werden im Rahmen ihrer Anlagen gefördert und in ihrer Selbstständigkeit gestärkt. „ Hilf mir, es selbst zu tun“, sagte mal ein Kind zu Maria Montessori.

In den christlich humanen Qualitätszielen zeigt sich wie Leben gelingen kann, führte Prof. Dr. Pompey aus. Er spricht hier auch von Gottesliebe, als Fundament in schwierigen Lebenssituationen, die auch bei unseren Kindern und deren Familien zu finden sind und Vertrauen schafft. Er spricht von Nächstenliebe, die gebraucht wird um einer Lieblosigkeit entgegenzuwirken und um Menschen zu einer Gemeinschaft der Liebe werden zu lassen, in der gegenseitiges Helfen und Heilen stattfindet. Er spricht von Selbstliebe, bei der es um die eigene Wertschätzung, das Annehmen von eigenen Defiziten und die damit verbundene Aussöhnung geht. Aspekte, die auch uns im Kinderhaus wichtig sind, die wir in unserem täglichen Miteinander und in unseren Begegnungen leben. Nur mit dieser Liebe, die gelebter Glaube ist, wird unsere Pädagogik zu einer wertvollen Pädagogik. Der Beziehungsaspekt bestimmt hier die Qualität des Handlungsaspektes.


Fulda, 15.01.2019 

Elke Feldmann-Post

Katholisches Pfarramt
St. Lukas Fulda 


Aschenbergplatz 17 
36039 Fulda

 




Tel. 0661-51462 

Fax: 0661-9529145

Pfarrbüro - Öffnungszeiten



Montag, Donnerstag: 9.00 - 12.00 Uhr

Mittwoch: 15.00 - 17.00 Uhr

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© St. Lukas, Fulda

 

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